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Innere Unruhe erkennen
und in den Griff bekommen

Innere Unruhe zeigt sich in vielen Facetten. Sie ist oft diffus und geht mit dem Bedürfnis nach Entspannung und Balance einher. Doch was löst sie aus, und wie werden wir wieder ausgeglichener? Höchste Zeit, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Was ist innere Unruhe eigentlich?

Grundsätzlich beschreibt innere Unruhe einen psychischen Zustand. Er ist geprägt durch eine anhaltende Anspannung, schnell wechselnde Gedanken, Nervosität, Konzentrationsstörungen und den diffusen Drang, etwas tun zu müssen.** Hält innere Unruhe über einen längeren Zeitraum an, geht sie oftmals mit Verhaltensänderungen und körperlichen Beschwerden einher.

Symptome – woran erkenne ich innere Unruhe?

Wie sich innere Unruhe im Einzelfall äußert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während bei den einen Nervosität, innere Unausgeglichenheit und Ängste überwiegen, leiden andere unter kreisenden Gedanken, Rastlosigkeit und Schlafproblemen. Zu den häufigsten psychischen und körperlichen Anzeichen von innerer Unruhe zählen:

  • Innere Anspannung
  • Schlafprobleme (beim Ein- und Durchschlafen)
  • Müdigkeit, Erschöpfung und Kopf- und Rückenschmerzen
  • Augenlidzucken, Verspannungen und Muskelzittern
  • Vergesslichkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme
  • Schwindel, Benommenheit und Schwächegefühl
  • Magen-Darm-Probleme
  • Herzklopfen, Herzrasen und ein hoher Puls
  • Ohrgeräusche
  • Rastlosigkeit oder plötzlicher Bewegungsdrang
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Was sind häufige Auslöser und Ursachen von innerer Unruhe?

Um wiederkehrende oder anhaltende innere Unruhezustände in den Griff zu bekommen, sollte man bei den Auslösern ansetzen. Meistens ist Stress die Hauptursache von innerer Unruhe. Doch auch Genussmittel, Medikamente und Krankheiten können innere Unruhe auslösen oder begünstigen.

  • Leistungsdruck, finanzielle Sorgen oder Prüfungsangst – die häufigste Ursache von innerer Unruhe ist Stress. Doch welche Stressauslöser (Stressoren) uns dauerhaft nervös oder unruhig machen, hängt von unseren persönlichen Einstellungen ab. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2023 sehen knapp die Hälfte der Befragten Arbeit (46%) und eigene Ansprüche (43%) als Auslöser von Stress an. Über eine zu volle Freizeit klagten immerhin 33%.

    Alltagsbelastungen, die zu innerer Unruhe führen können:

    • Leistungsdruck und Stress am Arbeitsplatz
    • Druck in Studium und Ausbildung
    • Unsicherheit im Beruf
    • Multitasking zwischen Familie und Beruf
    • Probleme in der Partnerschaft
    • Sorgen um Gesundheit und Zukunft
  • Um in stressigen Alltag etwas zu entspannen, genehmigen wir uns abends gerne einmal ein Gläschen Wein oder genießen während der Arbeit den ein oder anderen Kaffee. Doch gerade Alkohol, Koffein oder Nikotin bringen auf lange Sicht keine Entspannung. Ganz im Gegenteil: Sie können im Übermaß zu Ängstlichkeit, Reizbarkeit, depressiven Verstimmungen und innere Unruhe führen. Neben Genussmittel zählen auch eine falsche Ernährung oder unzureichende Bewegung zu möglichen Ursachen von Unruhezuständen.

  • Antidepressiva, Beruhigungs- und Schlafmittel können zu innerer Unruhe und Schlafstörungen führen. Auch Medikamente gegen Grippe, Parkinson und Asthma können Unruhezustände verursachen. Daher gilt: Immer die Packungsbeilage lesen und sich über Neben- oder Wechselwirkungen informieren. Auch beim Absetzen von Medikamenten ist Vorsicht geboten. Denn auch dies kann zu innerer Unruhe führen. Sollten Sie die Vermutung haben, dass Ihre Unruhe mit Arzneimittel in Verbindung steht, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt abstimmen.

  • Nervosität und innere Unruhe können ein Ausdruck von psychischen Grunderkrankungen sein. Treten neben den Unruhezuständen Symptome wie gedrückte Stimmung, ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit, Druckgefühle in Brust- und Bauchraum sowie Freudlosigkeit auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um eine Depression als psychische Grunderkrankung ausschließen zu können. ADHS könnte ebenfalls eine Ursache für anhaltende innere Unruhe sein, was durch eine psychologische oder ärztliche Untersuchung abgeklärt werden könnte, wenn auch Konzentrationsstörungen, Impulsivität oder motorische Unruhe beklagt werden. Auch Traumata (z.B. nach Unfällen) führen oftmals zu Unruhezuständen wie Panikattacken.

  • In den Wechseljahren kann es zu anhaltender innerer Unruhe kommen. Die Ursachen können Veränderungen in den Hormonspiegeln sein. So sinken der Östrogen-, Testosteron- und Oxytocinspiegel. Dies kann mit Unruhezuständen, Nervosität und Anspannung einhergehen.

Kann ein Magnesiummangel die Ursache für meine innere Unruhe sein?

Ein Magnesiummangel kann mit anhaltendem Stress und dauerhafter innerer Unruhe einhergehen. Mit den folgenden zwölf Fragen finden Sie schnell und einfach heraus, ob Sie ein erhöhtes Risiko für einen Magnesiummangel haben.

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Organismus in Dysbalance: Was passiert bei stressbedingter innerer Unruhe im Körper?

Dass wir uns in Phasen voller Stress und Unruhe nach einem Ausgleich und mehr Balance sehnen, kommt nicht von ungefähr. Denn wie wir mit Stress umgehen, ist erst einmal eines: Kopfsache. Unser Gehirn möchte unseren Organismus in einem Gleichgewicht aus Anspannung und Entspannung halten.

Aus den unzähligen Umweltreizen, die täglich auf uns einprasseln, filtert unser Gehirn nur die für uns relevanten Reize heraus. Ist ein Reiz so relevant für uns, dass es eine Körperreaktion erfordert, veranlasst das Gehirn die Ausschüttung von Botenstoffen. Diese können Reaktionen im Körper anregen oder hemmen. Bei Stress erfolgt die Sympathikusaktivierung, wodurch beispielsweise vermehrt Adrenalin ausgeschüttet wird. „Stressboten“ regen die Nebennieren zudem an, Stresshormone wie Cortisol freizusetzen.

Frau hält sich gestresst den Kopf – Magnesiummangel kann durch Stress verursacht sein.

Magnesium & B-Vitamine –­ Die Anti-Stress-Helfer

In stressigen Phasen tragen Magnesium und B-Vitamine dazu bei, den Körper belastbar zu halten. Eine Unterversorgung an dem Energiemineral und an den Nerven-Vitaminen kann uns hingegen stressanfälliger machen.

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Oftmals fällt es uns schwer, mit negativem Stress (Disstress) einen richtigen Umgang zu finden. Hält solch ein Stress an, können wir uns kaum entspannen. Für unseren Körper kann die Regeneration dabei zu kurz geraten. Dabei kann ein Ungleichgewicht aus anregenden und hemmenden Botenstoffen eintreten. Stressboten regen immer weiter die Bildung von verschiedenen Stresshormonen an. Solange deren Anzahl erhöht bleibt, ist unser Körper auch in Alarmbereitschaft. Unruhezustände, Anspannung und Nervosität halten an.

Tipps: Was kann ich im Alltag bei innerer Unruhe tun?

Es gibt viele Dinge, die uns im Alltag dabei helfen können, zur Ruhe zu kommen und uns ausgeglichener zu fühlen. Denn letztlich ist es sehr individuell, was einem selbst guttut. Gerade bei innerer Unruhe spielt der persönliche Umgang mit herausfordernden Situationen eine wichtige Rolle. Auch die eigene Resilienz kann dabei unterstützend sein. Die folgenden Anregungen sollen als Inspiration dienen:

  • Ausgewogene Ernährung

  • Kurze Auszeiten und Urlaub nehmen

  • Meditation und Yoga

  • Positives Denken

  • Digitaler Detox

  • Bewegung an der frischen Luft

  • Kontakt zu den Liebsten pflegen

  • Medikamente auf Nebenwirkungen prüfen

Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung versorgt den Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen und bildet die Basis für ein belastbares Nervensystem. Eine regelmäßige Nährstoffzufuhr hält den Blutzuckerspiegel konstant und kann so stressbedingten Reaktionen des Körpers vorbeugen. So fördern wir unsere Widerstandskraft ganzheitlich und bewahren auch an fordernden Tagen unsere innere Ruhe.

Kurze Auszeiten und Urlaub nehmen

Achten Sie im Alltag auf regelmäßige, kurze Pausen. Sie unterbrechen für einen Moment den Stress. Bei anhaltend hoher Belastung sind längere Auszeiten essentiell für eine nachhaltige Regeneration und Erholung. Ein freies Wochenende oder ein Urlaub kann unsere Akkus wieder vollständig auffüllen. Dieser Wechsel schafft den notwendigen Ausgleich und fördert nachhaltig unsere Erholung.

Meditation und Yoga

Meditation und Yoga können das überreizte Nervensystem gezielt beruhigen. Solche Übungen lenken den Fokus von äußeren Reizen auf das innere Erleben. Die Kombination aus bewusster Atmung und fließenden Bewegungen wirkt dem körperlichen Stresszustand direkt entgegen und hilft dabei, angestaute Anspannung systematisch abzubauen. Ein solcher bewusster Rückzug ermöglicht es, unsere Belastbarkeit zu festigen und stressige Situationen mit mehr Distanz und Klarheit zu bewältigen.

Positives Denken

Negative Gedanken halten den Körper oft in ständiger Alarmbereitschaft. Um die Aufmerksamkeit auf positive Gedanken zu lenken, hilft es, jeden Abend drei positive Erlebnisse oder persönliche Erfolge aufzuschreiben. Diese Übung unterstützt uns dabei, ein belastendes Gedankenkarussell zu stoppen. Sie lindert spürbar Nervosität und Anspannung und baut Schritt für Schritt unsere seelische Widerstandskraft im Alltag auf.

Digitaler Detox

Ständige Erreichbarkeit und die Flut digitaler Reize überfordern die natürlichen Filter unseres Gehirns. Das Gehirn bleibt dadurch in einem ständigen Alarmmodus. Regelmäßige längere Offline-Zeiten helfen unserem Nervensystem dabei, ohne die ständige Ablenkung durch Push-Benachrichtigungen zur Ruhe zu kommen und uns tiefgreifend zu regenerieren.

Bewegung an der frischen Luft

Ob ein intensives Workout, eine Laufrunde oder ein kurzer Spaziergang – körperliche Aktivität im Freien kann uns dabei helfen, aufgestaute Anspannung aktiv abzubauen. Unser Körper baut durch die Bewegung überschüssige Stresshormone wie Cortisol ab und findet so leichter in sein Gleichgewicht zurück. Das tiefe Durchatmen an der frischen Luft versorgt uns zusätzlich mit viel Sauerstoff und macht den Kopf wieder frei.

Kontakt zu den Liebsten pflegen

Zeit mit Freunden oder Familie hilft uns dabei, das Bedürfnis nach Sicherheit und Zugehörigkeit aktiv zu stillen. Dabei ist es nicht immer notwendig, über Sorgen zu sprechen, da oft schon das bloße Zusammensein eine beruhigende Wirkung auf uns ausstrahlt. Diese soziale Verbundenheit aktiviert Botenstoffe, die als natürliche Gegenspieler zu körperlichen Stressreaktionen fungieren.

Medikamente auf Nebenwirkungen prüfen

Bestimmte Wirkstoffe oder das Absetzen von Präparaten können die innere Unruhe verstärken. Ein Blick in die Packungsbeilage eines Medikamentes ist deshalb oft der erste Schritt zur Besserung. Besteht der Verdacht auf einen Zusammenhang, passt der behandelnde Arzt nach einer Rücksprache die Medikation sicher und individuell an.

*Magnesium unterstützt die normale Muskelfunktion und trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der Psyche bei. Die enthaltenen B-Vitamine tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems und des Energiestoffwechsels bei. Vitamin B6 und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

**https://flexikon.doccheck.com/de/Unruhe (Letzter Zugriff: 17.05.2024)