Arzt klärt Patient über weitere Ursachen für Krämpfe auf Arzt klärt Patient über weitere Ursachen für Krämpfe auf

Wadenkrämpfe trotz Magnesium: Weitere mögliche Ursachen

Ein anhaltender Magnesiummangel ist sehr häufig der ausschlaggebende Grund für das Auftreten von Wadenkrämpfen. Die Störung des Mineralstoffhaushalts führt zu einer stärkeren Erregbarkeit des Nervensystems – und kann so schmerzhafte Wadenkrämpfe verursachen. Treten die Beschwerden trotz ausreichender Versorgung mit Magnesium häufiger auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn Muskelkrämpfe können auch ein Anzeichen vieler Krankheiten sein.

Krämpfe in den Beinen trotz Magnesium – vielleicht fehlt ein anderes Mineral?

Neben Magnesium gehören auch Calcium, Natrium und Kalium zu den vom Körper benötigten Elektrolyten. Sie sollten stets in einem bestimmten Verhältnis zueinander im Organismus vorliegen. Ist der Elektrolythaushalt gestört, kann dies zu Einschränkungen der Muskelfunktion und folglich zu Muskelkrämpfen führen. Für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt ist darum nicht nur die ausreichende Versorgung mit Magnesium entscheidend, sondern beispielsweise auch die verfügbare Menge an Calcium, Kalium oder Natrium.

Wer regelmäßig von Wadenkrämpfen (trotz ausreichend Magnesium) betroffen ist, sollte daher auch immer auf die Zufuhr der anderen benötigten Elektrolyte achten, was zum Beispiel durch das Trinken von mineralstoffreichen Getränken geschehen kann.

Gut zu wissen: Bitte beachten Sie auch, dass Magnesium regelmäßig zugeführt werden muss, um Muskelkrämpfen durch Magnesiummangel vorzubeugen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Frauen ab 25 Jahre 300 Milligramm pro Tag.1 Bei einer unzureichenden Versorgung kann es mehrere Wochen dauern, bis die Magnesiumspeicher wieder ausreichend gefüllt sind.

Krankhafte Ursachen für Muskelkrämpfe

Treten Wadenkrämpfe trotz Magnesium häufig auf, müssen weitere Ursachen in Betracht gezogen werden. Hierfür kommen zum Beispiel muskuläre oder neurologische (das Nervensystem betreffende) Krankheiten sowie Erkrankungen der Niere oder Nebenschilddrüse infrage.

  • Muskelerkrankungen (Myopathien): Es gibt zahlreiche Formen von Muskelleiden, die sich durch eine Muskelschwäche auszeichnen. Sie können auf verschiedenste genetische Defekte zurückzuführen sein. Nächtliche Wadenkrämpfe gehören trotz Magnesium häufig zum Krankheitsbild.
  • neurologische Erkrankungen: Da unsere Muskeln durch Nervensignale gesteuert werden, können auch neurologische Erkrankungen wie Nervenlähmungen, Bandscheibenprobleme und Rückenmarkserkrankungen Auslöser von Muskelkrämpfen sein.
  • Krankheiten, die die Niere betreffen: Das Organ spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Flüssigkeitshaushaltes. Wer trotz ausreichender Zufuhr von Magnesium häufig von Wadenkrämpfen geplagt wird, sollte daher die Nierenfunktion überprüfen lassen. Eventuell werden zu viele wichtige Elektrolyte über den Urin ausgeschieden.
  • Unterfunktion der Nebenschilddrüse: Die Nebenschilddrüse produziert ein Hormon, das auch den Calciumhaushalt beeinflusst. Bei einer Unterfunktion sinkt der Anteil des Minerals im Blut. Die Folgen sind schmerzhafte Krämpfe, die sogar mehrere Stunden anhalten können.

Des Weiteren können auch Menschen mit Diabetes mellitus vermehrt an Muskelkrämpfen leiden. Der Grund: Bei ihnen wird häufig ein niedriger Magnesiumspiegel im Blut festgestellt, da sie zum einen über den Urin mehr Magnesium ausscheiden und zum anderen kohlenhydratreiche Lebensmittel, die reich an Magnesium sind, meiden. Diabetiker sollten daher besonders darauf achten, genügend Magnesium einzunehmen.

(Nächtliche) Wadenkrämpfe trotz Magnesium? Eventuell sind Medikamente die Übeltäter

Nicht selten sind Krämpfe in den Beinen, die trotz ausreichender Versorgung mit Magnesium auftreten, außerdem auf verschiedene Medikamente zurückzuführen. Unter anderem können Diuretika (harntreibende Arzneimittel), Abführmittel oder ACE-Hemmer (bei Bluthochdruck) Muskelkrämpfe verursachen. Gegebenenfalls finden Sie hierzu auch in der Packungsbeilage des Medikaments einen Vermerk unter dem Abschnitt Nebenwirkungen.

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