Salz hat viele Gesichter

Die Welt der Salze: Eine schier unendliche Vielfalt

Es gibt eine schier unendliche Fülle von Kombinationen aus verschiedenen Kationen und Anionen. Kalium und Nitrat ergibt Salpeter, Ammonium und Chlorid den stechend riechenden Salmiak, welcher der Lakritze den typisch scharfen Geschmack gibt. Das hübsch grüne Eisenvitriol entsteht aus Eisen und Sulfat und wer Kupfer und Sulfat kombiniert, erhält giftigen Blaustein. Und ein wichtiger Bestandteil unserer gesunden Ernährung sind Elektrolyte, die zentrale Prozesse des Lebens steuern. Zu ihnen zählen Magnesium-, Natrium-, Kalium- und Calcium-Salze. Sie regeln den Stoffwechsel und den Energiehaushalt, sie sorgen für die richtige Muskelspannung und -entspannung und machen die Reizleitung unserer Nervenzellen möglich.

Klein und groß, leicht und schwer

Unterschiedliche Ionen können unterschiedlich groß und schwer sein. Dies hat zwar keinen unmittelbaren Einfluss auf die Größe der Kristalle (welche mehr davon abhängt, unter welchen Bedingungen sie wachsen dürfen), sehr wohl aber darauf, wieviel Platzbedarf ein Anionen-Kationen-Pärchen hat. Das ist zum Beispiel in der Pharmazie von einiger Bedeutung. Denn Tabletten mit einer bestimmten Inhaltsstoff-Menge müssen so klein bleiben, dass man sie noch bequem schlucken kann. So hat Oxid eine etwa 12 mal geringere Masse als Citrat und ist deshalb besonders gut für Kapseln geeignet, die eine ganze Tagesdosis Magnesium in sich aufnehmen.