Sodbrennen in der Schwangerschaft – was tun?

Sodbrennen in der Schwangerschaft ist unangenehm.

Für werdende Mütter stellt Sodbrennen in der Schwangerschaft eine große Belastung dar.

Langsam rückt die Geburt näher, die Vorfreude steigt – doch leider ist die Schwangerschaft manchmal auch mit Beschwerden verbunden. Vor allem die Wochen vor der Geburt sind für viele werdende Mütter sehr anstrengend. So tritt Sodbrennen in der Schwangerschaft besonders häufig im letzten Trimester auf. Doch wie entsteht das Sodbrennen überhaupt? Und was kann man dagegen tun?

Sodbrennen – was ist das?

Gelangt die Magensäure aus dem Magen in die vorgeschaltete, empfindliche Speiseröhre, macht sich das durch brennende Schmerzen hinter dem Brustbein bemerkbar. Diese Beschwerden können sich sogar bis in den Halsbereich ausbreiten. Viele Betroffene leiden zusätzlich an saurem Aufstoßen oder wachen durch das Sodbrennen morgens mit Halsschmerzen und Husten auf.
 

Normalerweise ist der Körper gut gegen das Auftreten von Sodbrennen gewappnet. Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen verhindert, dass Nahrungsbrei und Magensaft den Rückweg in die Speiseröhre antreten können.

 

Manchmal funktioniert dieser Mechanismus allerdings nicht richtig. Auslöser für diese Fehlfunktion können unter anderem folgende Faktoren sein:

  • Ungewohntes Essen
  • Kaffee, Alkohol und Nikotin
  • Kohlensäurehaltige Getränke
  • Stress
  • Gestörte Magenbewegungen

Sodbrennen in der Schwangerschaft hat meistens einen ganz einfachen Grund: Im letzten Drittel der Schwangerschaft ist das Baby in der Regel schon recht groß und braucht viel Platz im Bauchraum. Da kann es schnell passieren, dass der Druck auf den Magen stark ansteigt. Dieser Kraft kann der Schließmuskel am Übergang zur Speiseröhre irgendwann nicht mehr standhalten – er öffnet sich, Sodbrennen entsteht.

In der Schwangerschaft ändert sich zudem auch der Hormonspiegel. Bei der werdenden Mutter kann das dazu führen, dass der Schließmuskel nicht mehr so zuverlässig arbeitet wie er das sonst tun würde. Nach der Geburt bessern sich die Beschwerden meist sehr schnell.

Das hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Wer in der Schwangerschaft von starkem Sodbrennen geplagt wird, der ist meist für jeden Tipp zur Linderung der Beschwerden dankbar. Auch wenn sich das Sodbrennen nicht immer ganz vermeiden lässt, gibt es dennoch ein paar Tricks, die den brennenden Schmerzen vorbeugen oder sie zumindest etwas reduzieren können:

  • Essen Sie sehr langsam.
  • Legen Sie sich nicht sofort nach dem Essen hin.
  • Besonders fettige oder stark gewürzte Mahlzeiten sollten Sie von Ihrem Speiseplan streichen.
  • Statt drei großer Mahlzeiten nehmen Sie lieber fünf bis sechs kleinere über den Tag verteilt zu sich.
  • Meiden Sie Lebensmittel, die Sodbrennen auslösen können. Dazu gehören zum Beispiel Süßigkeiten, Äpfel oder auch Frittiertes.
  • Vor allem abends empfiehlt es sich, auf Leichtverdauliches zurückzugreifen, zum Beispiel mageres Fleisch oder Gemüse.
  • Wenn Sie bereits Sodbrennen haben, kann sich der Verzehr von Joghurt, einer Banane oder einem Stück Brot positiv auswirken.

Halten Sie sich an all diese Tipps, lässt sich das Sodbrennen in der Schwangerschaft oft verringern. Die Besserung dieser Beschwerden nimmt der Schwangerschaft nicht nur einen großen Stressfaktor, sondern sorgt auch für mehr Entspannung und Gelassenheit.

Werden die Beschwerden allerdings schlimmer oder treten sie noch häufiger auf, egal welche Gegenmaßnahmen Sie ergreifen, sollten Sie sich beim Arzt untersuchen und die Ursache des Sodbrennens in der Schwangerschaft abklären lassen.

Weiterführende Informationen:
Ernährung in der Schwangerschaft: Die besten Tipps