Wadenkrämpfe trotz Magnesium

Ein anhaltender Magnesiummangel ist sehr häufig die ausschlaggebende Ursache für das Auftreten von Wadenkrämpfen. Gerade in Kombination mit einer Überanstrengung der Muskeln, beispielsweise während oder nach sportlicher Belastung, führt diese Störung des Mineralstoffhaushalts zu einer plötzlichen und oft schmerzhaften (Dauer-)Kontraktion der Muskulatur.

Wadenkrampf trotz Magnesium

Wadenkrämpfe können trotz ausreichender Magnesiumversorgung auftreten

Neben einem Mangel an Magnesium gibt es jedoch auch noch verschiedene andere Ursachen von Wadenkrämpfen. In seltenen Fällen können die Muskelkrämpfe auch auf eine ernstzunehmende Erkrankung hinweisen. Auslöser von Muskelkrämpfen können unter anderem ein Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie verschiedenste Erkrankungen sein. Hierfür kommen zum Beispiel muskuläre oder neurologische (das Nervensystem betreffend) Krankheiten in Frage.
Wer sich sicher ist, dass er seinen täglichen Magnesiumbedarf stets deckt und dennoch regelmäßig an Wadenkrämpfen leidet, sollte daher auch andere Auslöser von Krämpfen in Betracht ziehen. Bei anhaltenden, starken Beschwerden sollte daher ein Arzt zu Rate gezogen werden. Allerdings ist zu beachten, dass die Magnesiumzufuhr regelmäßig gedeckt werden muss, um Muskelkrämpfen durch Magnesiummangel vorzubeugen. Bei einem Mangel kann es mehrere Wochen dauern, bis die Magnesiumspeicher wieder gefüllt sind.

Störung des Elektrolythaushalts

Neben Magnesium gehören auch Calcium, Natrium und Kalium zu den vom Körper benötigten Elektrolyten. Sie sollten stets in einem bestimmten Verhältnis zueinander im Organismus vorliegen. Ist der Elektrolythaushalt gestört, kann dies zu Einschränkungen der Muskelfunktion und zu Muskelkrämpfen führen. Für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt ist darum nicht nur die ausreichende Versorgung mit Magnesium entscheidend, sondern beispielsweise auch die verfügbare Menge an Calcium, Kalium oder Natrium. Wer regelmäßig von Muskelkrämpfen betroffen ist, sollte daher auch immer auf eine ausreichende Zufuhr von sämtlichen benötigten Elektrolyten achten, was zum Beispiel durch das Trinken von mineralstoffreichen Mineralwassern geschehen kann.

Muskelerkrankungen

Waden- und andere Muskelkrämpfe können auch auf direkte Erkrankungen der Muskulatur zurückzuführen sein. Muskelerkrankungen, die unmittelbar für eine verlängerte, krankhafte Anspannung der Muskeln verantwortlich sind, können auf verschiedenste genetische Defekte zurückzuführen sein.

Neurologische Erkrankungen

Da unsere Muskeln durch Nervensignale gesteuert werden, können auch neurologische Erkrankungen Auslöser von Muskelkrämpfen sein. Nervenlähmungen, Bandscheibenprobleme und Rückenmarkserkrankungen können Beispiele für derartige Grunderkrankungen sein.

Medikamenteneinnahme

Die Einnahme verschiedener Medikamente kann zu Wadenkrämpfen führen. Unter anderem können Diuretika, Abführmittel oder ACE-Hemmer (bei Bluthochdruck) Muskelkrämpfe verursachen. Auch die Einnahme der Antibabypille kann gelegentlich Muskelkrämpfe hervorrufen. Gegebenenfalls finden Sie hierzu auch in der Packungsbeilage des Medikaments einen Vermerk unter dem Abschnitt Nebenwirkungen.

 

Abgesehen von einem Magnesiummangel gibt es also noch viele weitere Auslöser für das Auftreten von Muskelkrämpfen. Treten regelmäßig starke Krämpfe auf, sollte die Ursache daher von einem Arzt abgeklärt werden.