Was hilft beim akuten Migräneanfall?

Ruhe bewahren. Kündigt sich eine Migräneattacke an, hilft vor allem Ruhe: Nach Möglichkeit sollten Betroffene sich in einen abgedunkelten, kühlen Raum zurückziehen und hinlegen. Sind die Schmerzen nicht sehr stark, können kühlende Kompressen auf der Stirn Linderung bewirken – oder Pfefferminzöl, das an Schläfen, Scheitel und Nacken einmassiert wird. Manchen Patienten hilft auch ein Mischgetränk aus schwarzem Kaffee und Zitronensaft.

Selbstbehandlung mit Schmerzmitteln ist möglich.
Wer zum ersten Mal migräneartige Kopfschmerzen erlebt, sollte zum Arzt gehen, um eine genaue Diagnose zu bekommen. Steht fest, dass es sich tatsächlich um Migräne handelt, kann der Patient akute Anfälle mit rezeptfreien Schmerzmitteln selbst behandeln. Wichtig ist dabei, das Medikament möglichst frühzeitig zu Beginn einer Migräneattacke einzunehmen. Eine günstige Darreichungsform sind Brausetabletten, da ihre Wirkung schnell einsetzt.

Medikamente richtig anwenden.
Damit ein Schmerzmittel ausreichend wirken kann, muss es in der richtigen Dosis eingenommen werden. Migränepatienten sollten dazu ihren Arzt oder Apotheker befragen – oder den Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) folgen. Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, empfiehlt die DMKG, Kopfschmerz- und Migränemittel nie länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat anzuwenden, denn ein zu häufiger Gebrauch von Schmerzmitteln kann auch ein Auslöser für Kopfschmerzen sein. Wirken die rezeptfreien Medikamente nicht ausreichend oder kommt es häufiger als dreimal pro Monat zu schweren Migräneanfällen, sollte der Arzt konsultiert werden.

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