Warum gute Zuckerwerte so wichtig sind
Eine tückische Erkrankung. Vor allem neu erkrankte Diabetiker könnten dazu neigen, ihre Krankheit zu unterschätzen – denn erhöhte Blutzuckerwerte tun nicht weh. Diabetes ist jedoch eine tückische Erkrankung: Die Stoffwechselstörung entwickelt sich schleichend über viele Jahre, verursacht lange keine Beschwerden und wird deshalb häufig erst spät erkannt. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind dann oft schon erste Folgeschäden eingetreten – die überschüssige Glucose im Blut greift vor allem Gefäße und Nervenbahnen an.
Folgeschäden lassen sich vermeiden. Erhöhte Blutzuckerspiegel schädigen auf Dauer die Innenwand der Gefäße, es kommt gehäuft zu Verletzungen und Entzündungen. Dadurch beschleunigt sich die Arteriosklerose, das Risiko für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen steigt: Drei von vier Diabetikern sterben an einem Infarkt oder Schlaganfall1. Eine gute Stoffwechseleinstellung beugt vor. Daneben sollten Diabetespatienten auch ihren Blutdruck im Blick behalten – 90 Prozent aller Typ-2-Diabetiker leiden gleichzeitig unter Bluthochdruck2. Das bedeutet zusätzliche Gefahr für Herz und Gefäße.
Zucker kann ins Auge gehen. Zu den gefürchteten Folgekomplikationen zählt außerdem die diabetische Netzhauterkrankung. Sie beruht auf einer Schädigung der mikrofeinen Netzhautgefäße im Auge – Diabetes ist die häufigste Ursache für Erblindung im Erwachsenenalter. Zur Vorsorge könnte auch ein Mehr an Magnesium beitragen: Wie Untersuchungen zeigten, entwickelt sich die Netzhauterkrankung häufiger bei Zuckerpatienten, die niedrige Magnesiumspiegel im Blut aufweisen3.
Wie entsteht ein Typ-2-Diabetes? Was Sie als Diabetiker aktiv für Ihre Gesundheit tun können
1) Pharmazeutische Zeitung 29/2010: "Arrivederci Avandia", Zitat Prof. Erland Erdmann, Direktor Herzzentrum Universität Köln; Ärztezeitung 4.9.2009: "Typ-2-Diabetiker ohne Infarkt sollten kein ASS zur Infarkt-Prävention nehmen"
2) Prof. Eberhard Standl, Prof. Hellmut Mehnert: Das große TRIAS-Handbuch für Diabetiker, TRIAS Verlag Stuttgart 2006
3) Uwe Gröber: Magnesium, Kalium und Zink bei Diabetikern oft kritisch, in: Deutsche Apotheker Zeitung, Nr. 9/2010, S. 64; Dr. med. Bodo von Ehrlich: Magnesium und Diabetes, in: Die PTA in der Apotheke, Mai 2011, S. 85
