Magnesium & Diabetes

Für Typ-2-Diabetiker ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium wichtig.

Für Typ-2-Diabetiker ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium wichtig.

Typ-2-Diabetiker sollten besonders auf eine ausreichende Magnesiumversorgung achten. Denn in zahlreichen Untersuchungen bei Patienten mit Typ-2-Diabetes wurde ein erniedrigter Magnesiumspiegel im Blut nachgewiesen. Lesen Sie hier mehr über die Zusammenhänge von Magnesium und Diabetes.


Magnesium bei Diabetes: Oft keine ausreichende Versorgung

In zahlreichen Untersuchungen wurde bei Typ-2-Diabetikern ein erniedrigter Magnesiumspiegel im Blut nachgewiesen. Vor allem die verstärkte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren, die sich als Folge des erhöhten Blutzuckerspiegels einstellt, ist als Hauptgrund für eine unzureichende Versorgung mit dem Mineralstoff anzuführen. Darüber hinaus vermeiden Diabetiker häufig kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Getreideprodukte und Hülsenfrüchte, die einen hohen Magnesiumgehalt aufweisen. Was viele nicht wissen: Magnesium ist gerade für Diabetiker von besonderer Bedeutung.

Warum Magnesium für Diabetiker so wichtig ist

Um zu verstehen, welche zentrale Rolle Magnesium für Diabetiker spielt, ist es wichtig, die Hintergründe über die Zuckerkrankheit zu kennen. Wir haben für Sie einige zentrale Fakten zusammengestellt:

    Magnesium & Diabetes – die wichtigsten Fakten

  • Eine ausreichende Magnesiumzufuhr kann das Ansprechen der Zellen auf Insulin erhöhen
  • Aber: Typ-2 – Diabetiker weisen oft erniedrigte Magnesiumspiegel im Blut auf
  • Gründe: Vermehrter Verlust von Magnesium über den Urin, Vermeidung von kohlenhydratreichen Lebensmitteln mit hohem Magnesiumgehalt
  • Daher gilt: Diabetiker sollten ausreichend Magnesium zuführen und auf mögliche Anzeichen für eine unzureichende Versorgung achten

Bei Typ-2-Diabetes ist das körpereigene Regulationssystem zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels gestört. Normalerweise sorgt das Stoffwechselhormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, für „Ordnung“: Es übernimmt die Verteilung, Verwertung und Speicherung des Zuckers im Körper. Bei Typ-2-Diabetes wird der Blutzucker nicht mehr optimal in die Körperzellen aufgenommen. Der Grund ist neben einem Insulinmangel (unzureichende Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse) die sogenannte Insulinresistenz: Die Körperzellen sprechen schlechter auf Insulin an – der Zucker kann damit nicht mehr ausreichend aus dem Blut „abtransportiert“ werden. Daraus resultiert ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel, der auf Dauer Schäden an Blutgefäßen, Organen und Nerven hervorrufen kann (diabetische Folgeerkrankungen). Beim Punkt „Insulinresistenz“ kommt Magnesium ins Spiel. Denn Magnesium unterstützt die Aufnahme des Zuckers aus dem Blut in die Zellen – fehlt der Mineralstoff, kann dies eine Insulinresistenz begünstigen. Eine ausreichende Magnesiumzufuhr kann also die Insulinsensitivität der Zellen erhöhen und spielt damit für Diabetiker eine ganz zentrale Rolle.

Gute Magnesiumversorgung wichtig

Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium bei Diabetes ist also grundsätzlich wichtig! Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Zufuhrmenge beträgt für Frauen ab 25 Jahren 300 mg, für Männer 350 mg pro Tag. Moderne Magnesiumpräparate aus der Apotheke wie von Biolectra® Magnesium ermöglichen eine bedarfsgerechte Magnesiumversorgung mit verschiedenen Darreichungsformen. Die US-amerikanische Diabetes Gesellschaft empfiehlt sogar, bei gefährdeten Diabetikern zusätzlich die Magnesiumwerte zu bestimmen: Stellt sich dabei ein Defizit heraus, sollte der Patient in Absprache mit dem Arzt mehr Magnesium zu sich nehmen. Der sehr gut verträgliche Mineralstoff lässt sich mit allen Diabetes-Medikamenten und auch mit Insulin kombinieren – Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt. Ebenfalls wichtig: Diabetiker sollten grundsätzlich auf mögliche Anzeichen von Magnesiummangel wie zum Beispiel Wadenkrämpfe oder Lidzucken achten und frühzeitig zur Abklärung der Ursachen einen Arzt aufsuchen.

Vorbeugung: Gute Magnesiumversorgung kann Diabetes-Risiko senken

Menschen, die auf einen ausgeglichenen Magnesiumhaushalt achten, haben ein geringeres Risiko, an Diabetes zu erkranken bzw. eine Insulinresistenz zu entwickeln.1,2,4,5 Dieser Effekt kann durch eine veränderte Lebensführung unterstützt werden.3



1 Mooren FC et al., Oral magnesium supplementation reduces insulin resistance in non-diabetic subjects – a double blind, placebo-controlled, randomized trial, Diabetes Obes Metab. 2011; 13:281-4.

2 Guerrero-Romero F et al., Hypomagnesaemia and risk for metabolic glucose disorders: a 10-year follow-up study, Eur J Clin Invest. 2008; 38:389-96.

3 Hadjistavri LS et al., Beneficial effects of oral magnesium supplementation on insulin sensitivity and serum lipid profile, Med Sci Monit. 2010; 16: CR 307-12.

4 Guerrero-Romero F et al., Oral magnesium supplementation improves insulin sensitivity in non-diabetic subjects with insulin resistance. A double-blind placebo-controlled randomized trial, Diabetes Metab. 2004; 30:253-8.

5 Kao WH et al., Serum and dietary magnesium and the risk for type 2 diabetes mellitus: the Atherosklerosis Risk in Communities study, Arch Intern Med. 1999; 159: 2151-9.